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Um die Marktlücke von „VogelOase“ zu belegen, wurden fünf bestehende Vogel-Apps einer Wettbewerbsanalyse unterzogen. Ziel der Analyse war es, sowohl die Stärken als auch die Schwächen der bestehenden Angebote zu identifizieren und aufzuzeigen, welche Bedürfnisse der Zielgruppe bisher unzureichend bedient werden. Die analysierten Apps wurden anhand von 15 Parametern verglichen, die sowohl funktionale als auch konzeptionelle Aspekte abdecken.

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Wettbewerbsanalyse — Vergleichsmatrix: 5 Vogel-Apps anhand von 15 Parametern

Was heisst das für die App „Vogeloase“?

Aus der Analyse lässt sich erkennen, dass die meisten Apps auf zentrale Core-Features wie Vogelbestimmung, Suchfunktion, Datensammlung, Standort- bzw. GPS-Nutzung, Favoritenlisten sowie zunehmend auch KI-gestützte Funktionen setzen.

Während NABU Vogelwelt und Merlin Bird ID eher einem digitalen Lexikon ähneln, bieten sie, ähnlich wie BirdNET, zusätzlich die Möglichkeit, Vögel mittels Foto oder Tonaufnahme zu identifizieren. Diese Apps richten sich insbesondere an Nutzer, die sich aktiv draußen bewegen, beispielsweise beim Spazieren oder Wandern, und dabei Vögel beobachten und bestimmen möchten.

Allerdings zeigen App-Store-Rezensionen, dass die KI-gestützte Identifikation nicht immer zuverlässig funktioniert. So berichten Nutzer, dass Vogelstimmen teilweise nicht erkannt werden oder die App keine eindeutige Bestimmung liefern kann. Auch bei bildbasierter Erkennung kommt es zu Fehlidentifikationen, selbst bei häufig vorkommenden Arten.

Auffällig ist zudem, dass viele Nutzer mehrere Apps parallel verwenden, da einzelne Funktionen wie beispielsweise die Sounderkennung oder Datenvisualisierung je nach App unterschiedlich gut funktionieren.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Monetarisierung über Paywalls beziehungsweise Abonnements. Besonders bei Bird Buddy wird kritisiert, dass zentrale Funktionen hinter einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft verborgen sind. Auch die notwendige Freigabe des Standorts wird von einigen Nutzern kritisch gesehen, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und Transparenz.

Core-Features wie die Such- & Filterfunktion, die Favoritenliste und der Vogelkatalog sind auch in „VogelOase“ vorhanden, da Nutzer diese Funktionen als Standard erwarten. Anders als bei vielen bestehenden Vogel-Apps wird auf eine Datensammlung sowie eine verpflichtende Standortfreigabe bewusst verzichtet. Im Vordergrund steht das persönliche Erlebnis: Nutzer sollen ihre gefiederten Gäste in der Favoritenliste speichern und die wichtigsten Informationen zu ihnen jederzeit abrufen können.

Da Nutzer in bestehenden Apps häufig bemängeln, zu viel Text auf einmal lesen zu müssen, setzt „VogelOase“ auf das Prinzip der Progressive Disclosure. Im Vogelsteckbrief werden zunächst nur eine Kurzinformation und die wichtigsten Eckdaten angezeigt. Wer mehr erfahren möchte, kann diese Informationen bei Bedarf aufklappen.

Bei vielen bestehenden Vogel-Apps ist die Verbreitungskarte als separates Feature in der Navigation platziert. In „VogelOase“ ist sie direkt im Vogelsteckbrief integriert. Nutzer können so auf einen Blick sehen, wo sich eine Vogelart aufhält.

Als Points of Difference heben sich der Futterguide, die Notfallstellen und der Blog bewusst von bestehenden Angeboten ab. Auf den Einsatz von KI zur Vogelbestimmung wird in „VogelOase“ verzichtet, da die App nicht primär zur Identifikation unbekannter Arten gedacht ist.

Zudem haben neue Nutzer die Möglichkeit, die „VogelOase“ zunächst als Gast zu nutzen. Allerdings ist es in diesem Modus nicht möglich, Favoriten zu speichern. Dennoch soll die App den Nutzern die Chance geben, sich in Ruhe mit ihr auseinanderzusetzen und herauszufinden, ob sie zu ihnen passt.